30. April 2012

Tour-Tagebuch #3

Überall hängen wir....

























und dann volles Haus in Mainz...

























mit Julius' und Marc-Uwes Impro-Lied "Der alte Wassily", inspiriert von den neuen kulinarischen Trends in deutschen Innenstädten:

























UND HEUTE: DARMSTADT... UM 19.30 UHR IN DER CENTRALSTATION. KARTEN GIBTS NOCH AN DER ABENDKASSE.

28. April 2012

Tour Tagebuch #2

Gestern der tolle Tourauftakt in der tollen Schauburg im ebenfalls tollen Dresden. Yeah. Die Schauburg ist ein altes Kino und Julius am Grand Piano macht schon was her. Marc-Uwe natürlich auch. Dafür ist die Gitarre etwas kleiner.




















Heute ist dann Sommer und dreiviertel der Lesedüne genießen das außerordentliche Frühstück (naja, Mittagessen) in der Dresdner Scheue. Vor allem unser Gourmet Maik Y., der schon zu dieser frühen Stunde Birne in Rotwein verköstigt (siehe Abb. 3).
Und heute Abend dann Leipzig.... Restkarten gibt es noch an der Abendkasse... vielleicht.


























25. April 2012

Tour-Tagebuch #1

Übermorgen im schönen Dresden geht es los: Wir, also die Lesedüne, gehen auf große Tour, bereisen Deutschland und stellen unser Buch Über Wachen und Schlafen in den Arenen des Landes vor. Und alles unter dem viel sagenden Titel: Über Reden und Schweigen. Außer Reden und Schweigen wird es auch special features geben, wie zum Beispiel: Artistik. Wir freuen uns schon sehr.
Hier werden dann wieder die Auftritte und alles andere drumherum im Tour-Tagebuch nachbesprochen. Mit Fotos. Und Artistik.

Hier noch mal die Termine:

27.04. / Schauburg / Dresden
28.04. / Moritzbastei / Leipzig
29.04. / Unterhaus / Mainz
30.04. / Centralstation / Darmstadt
01.05. / Zakk / Düsseldorf
02.05. / Polittbüro / Hamburg
04.05. / Zoom Club / Frankfurt

Voll Metalbandmäßig. Rock'n'Roll auf Tour. Nächstes Jahr auch bei Rock am Ring. (Foto: Nina Mallmann)

16. April 2012

Text: Was gesagt werden muss


Atmosphärische Berlin-Reportage aus der Sicht eines Journalisten der Kaiserlichen Zeitung („KZ“) aus München, herausgegeben von Franz Beckenbauer.

Was gesagt werden muss


Es regnet in Kreuzberg. Wie immer. Der Himmel weint auf betrunkene Punks, die längst hinter Gitter sitzen sollen, ihre Haare abrasiert und als Faschings-Perücken verkauft. Ostdeutsche Harz-4-Familien, finanziert von unserem florierenden Freistaat, schleppen Tiefkühlpizzen umher, selbst die Kinder rauchen, wenn sie nicht gerade Kleber schnüffeln – es scheint ihnen in den Genen zu liegen.
Allerorten trostlose und verdreckte Brachflächen, für die sich nie ein Investor interessieren wird. Und wenn dann mal unsere erfolgreichen Manager von BMW kommen, werden sie gleich von gewaltbereiten linken Terror-Brandstiftern bedroht und verjagt, die armen Autobauer. Dabei meinen sie es doch nur gut.
Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist? Berlin-Kreuzberg bedroht den Weltfrieden.
Die Kreuzberger Straßen sind gepflastert mit im fahlen Licht glänzenden Kronkorken und Glassplitter unzähliger Bierflaschen – das einzige, was hier noch leuchtet. Die hedonistische Berliner Partyjugend feiert aber die Nächte durch, als gebe es kein Morgen. Und wirklich gibt es für sie keine Zukunft. Nur noch Alkohol und Drogen schaffen kurze, aber trügerische Ablenkung. Das muss einfach mal gesagt werden.
Regiert wird diese zurückgebliebene Stadt seit Ewigkeiten von einem Junggesellen – da wundert einem auch gar nichts mehr. So etwas gibt es nicht bei uns im moralischen Bayern, da hat der Ministerpräsident auch gerne gleich zwei Familien.
Die Türken, ja, die gibt es natürlich auch noch, geschäftstüchtig sind sie, im Gegensatz zu den mutlosen Einheimischen, aber Deutsch sprechen sie natürlich alle nicht. Als der Autor dieser Zeilen, im folgenden ich genannt, eine „zünftge Fleischkäs’semmeln“ bei einem türkischen Imbissstand bestellt, schauen ihn nur große, ausdruckslose Augen an.
„Wie bitte? Ich habe Sie leider nicht verstanden. Wären Sie so nett und wiederholten ihren Wunsch noch einmal?“, fragt der dümmliche Migrant.
„A züftge Fleischkäs’semmln jetza!“, rufe ich noch einmal, aber die Türken wenden sich nur kopfschüttelnd ab.
Den einzigen fähigen Politiker haben sie hier in Berlin verjagt, den guten Sarrazin. Der hat endlich mal ausgesprochen, was sich sonst keiner traut, aber alle meinen. Und das muss man auch mal sagen, dass man mal sagen muss, dass man das mal sagen sollte. Finde ich. „Ausländer raus“, skandieren sie jetzt in Kreuzberg und meinen die spanischen Touristen und nicht die richtigen Ausländer. Dabei bringen die Spanier wenigstens ein wenig Kapital in die deutsche Hauptstadt. Die Neonazis sind natürlich auch ein Problem in Berlin. Frei rumlaufende Rechtsradikale gibt zum Glück bei uns in Bayern nicht, schließlich sitzen die alle für die CSU im Parlament.
Ich mache mich auf, mein Haus, das ich günstig nach der Wende in der Friedrichshainer Liebigstraße erworben habe, aufzusuchen. Ich finde es vollkommen runtergekommen, die Türen verrammelt und von langhaarigen Bombenlegern besetzt. Ich begehre Einlass, aber ein Jugendlicher mit sogenannter Rastafari-Frisur und einer Marihuana-Zigarette im Mundwinkel, verwehrt mir den Eintritt.
Um mich zu beruhigen nehme ich eine kräftige Brise Schnupftabak, den ich immer mit etwas Schwabinger Koks mische, aber in diesem Moment werde ich fast von mehreren Gummigeschossen der Polizei, die mal wieder ein besetztes Haus räumen, getroffen, und falle in Ohnmacht.
Als ich wieder aufwache, liege auf der Couch in meiner Villa am Starnberger See. Meine zwei Frauen tupfen mir mit einem feuchten Tuch die Stirn. Aber ich kann hier nicht liegen und nichts tun: Ich kann nicht länger schweigen, zu dem was offensichtlich ist! Mit letzter Tinte beginne ich zu schreiben... aber dann fällt mir nicht mehr ein, was.

10. April 2012

Südblock/Braunschweig

Am Montag fand die erste Lesedüne im Südblock statt. Es war sehr schön. Ähnlicher Blick wie aus dem Monarch: direkt aufs Kotti, nur von der anderen Seite und weiter unten. So sieht der Südblock von der U-Bahn-Station aus:





















Am Freitag bin ich sog. "Stargast" beim Poetry Slam in Braunschweig. Yeah. Hier das lustige Poster dazu. Das bin ich. Besonders schön: die Augenringe.